Donnerstag, 25. April 2013

Von Korsett zu "alles hängen lassen" - Fashion zur Downton Zeit



Oh oh, die Achillesferse meiner Themenwoche... denn mit toller Mode inspiriert von Flappern und süßen Hüten hab ich nicht viel am selbigen.

Den Wandel in der Mode kann man gut über die bisherigen drei Staffel von DA verteilt beobachten. Ist das Tragen eines einengenden, unbequemen Korsetts 1912 noch Pflicht, werden danach lockerere Schnitte modern, die Taille rutscht nach unten und Bewegungsfreiheit ist wichtiger als der perfekte S-Kurven-Körper. Was mich bei der Recherche am meisten wunderte, war die Tatsache, dass selbst die Dienerinnen, Köchinnen etc pp. Korsette trugen, obwohl diese sie bei der Arbeit behinderten. Das war halt so Sitte und alles andere wäre skandalös gewesen, wahrscheinlich vergleichbar mit jemandem, der heute in der Öffentlichkeit kopuliert ;)

Die 20er sehe ich modetechnisch übrigens als verwandt mit dem späteren Twiggy-Ideal an, denn die ideale Figur der Frau war jungenhaft schmal, kleine Brüste waren "in" (ja, das gab's tatsächlich mal ;) und  wer ohnehin schmal ist, der kann ja dann auch ein lose am Körper hängendes Kleidchen ohne Korsett tragen, oder? ;)

Unscharf aber Empire ;)
 Diejenigen, denen der Übergang von Korsett zu Freiheit zu krass war, holten den Empire-Stil aus dem Mottenkisten, welcher zu Zeiten Jane Austens also im frühen 19. Jahrhundert modisch gewesen war. An Kleidern dieser Art war die Taille direkt unter der Brust angesetzt und man konnte kleine Pölsterchen prima kaschieren. Auch heute noch gibt es diese Kleider... allgemein bekannt als Schwangerschaftskleidchen ;), auch an Frauen, die gar kein Kind erwarten.

Punkte gehören leider nicht in die Epoche, aber Schluppen
An Schmuck trug man Broschen, laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange Perlenketten und Fascinators. Und Hüte, immer farblich aufs Outfit abgestimmt - think Queen Elizabeth II. Aber sowas hab ich ja nun  mal gar nicht (Was nicht heißt, dass ich im Vorfeld der Themenwoche nicht nach einem Fascinator gesucht hätte... mir hat bloß keiner gefallen). Schluppenblusen mit großen oder auch kleinen Schleifen oder den jetzt wieder in Mode gekommenen Bubikrägen galten als schick und wurden mit langen, schlichten Röcken getragen.  



Interessant ist außerdem noch, dass Frauen, welche in einem großen Haus wie Downton Abbey angestellt waren, im Grunde genommen etwa drei Kleider besaßen: Ihre Uniform zum Arbeiten, ein Alltags- und ein Sonntagskleid. Das war's. Neues wurde nach Schnittmustern selbst genäht. Wenn ich da an den Überfluss in meinem Kleiderschrank denke, komme ich mir schon dekadent vor.

So, das war unser winzigkleiner Ausflug in die Modegeschichte Downton Abbeys. Und wieder habe ich bemerkt, dass aus mir kein Fashionblogger wird, aber macht ja nichts, oder? ;) 

Liebe Grüße
Wombattante



Kommentare:

  1. das erste Bild gefällt mir aber gut :) und das Kleid steht dir sehr gut.

    ich steh auf "Schwangerschaftskleidchen", da sie, wie du schon schreibst, so schön kaschieren und bequem sind :)

    aber sonst - das waren schon Zeiten...

    Liebste Grüße, Caro

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  2. Ein interessanter Einblick und schöne Bilder =)
    Interessant, dass auch die Bediensteten Korsetts tragen mussten, puh, das stelle ich mir wirklich anstrengend vor.

    Was ich aber schade finde: Dass es heute gar nicht mehr so schöne Hüte zu kaufen gibt, besonders im Sommer.

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