Freitag, 26. April 2013

Kuchen für Notzeiten


Die zweite Staffel von Downton Abbey thematisiert den Ersten Weltkrieg, sowohl zuhaus als auch an der Front in Frankreich. 

Als ausgemachter Nerd und ehemaliger Geschichtsleistungskursler hatte ich natürlich auch immer meine Lieblingsepoche... und das war und ist immernoch die Zeit von (roughly) 1890 bis 1930. Zentral ist da natürlich eben jener, der erste moderne Krieg, welcher einen Verlust der Unschuld Europas versinnbildlichte. Nicht, dass ich den Krieg an sich "schön" finde, ich hoffe, da versteht ihr mich nicht falsch, ich finde den krassen Wandel, den er nach sich zog, einfach wahnsinnig interessant. 

Die Darstellung des Kriegs in Downton Abbey ist übrigens vergleichbar mit den düster-grausamen Szenen in Mathilde - Eine große Liebe (OT Une longe dimanche de fiancialles) und das spricht definitiv für die Serie, denn das ist auch ein toller Film. Aber ich schweife ab. Nicht nur die jungen Männer Europas litten unter den Bedingungen damals, auch in der Heimat musste während und nach dem Krieg eingespart und improvisiert werden. Es fehlte beispielsweise an den einfachsten Zutaten, an Mehl, Zucker und Eiern, oder sie waren unheimlich teuer.  

Da Not aber erfinderisch macht, gab es auch zu diesen Zeiten (ab und zu) mal Kuchen. Einen solchen War-Time Cake habe ich heute für euch nachgebacken. Na gut, und für den Wombatonkel ;)



Das Rezept stammt von dem herrlichen Blog von Solanah

Ich hab es mal ins Deutsche übersetzt:

1 Tasse braunen Zucker
1 1/4 Tasse Wasser
1/3  Tasse Backmargarine (oder Schmalz)
2 Tassen Rosinen, Nüsse od. ähnliches (ich hab eine Tasse Cranberries und eine Tasse Nüsse gemixt)
1/2 Teelöffel Muskat
2 Teelöffel Zimt
1/2 Teelöffel Nelken

in einem größeren Topf verrühren und zum Kochen bringen. Drei Minuten lang köcheln lassen. Dabei immer schön rühren, damit nichts anbrennt. Die Masse vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Dann 1 Teelöffel Salz und 1 Teelöffel Natron in 2 Teelöffeln Wasser auflösen und der Masse zugeben (den Schritt hab ich bei meinem Kuchen gleich mal vergessen, ich Peiler ;).

In einer anderen Schüssel zwei Tassen gesiebtes Mehl mit einem Teelöffel Natron verrühren und dann nach und nach zur Zuckermasse geben und rühren rühren rühren.

Den Teig in einen Kastenform geben und bei 160 - 165 Grad für 50 Minuten backen



So, mein Kuchen braucht nur noch 15 Minuten und es duftet echt genial nach den Gewürzen. Ich bin gespannt, wie er schmecken wird...



Habt ihr auch schon mal Rezepte von  ganz früher ;) ausprobiert?

Liebe Grüße
Wombattante
 

Kommentare:

  1. ich glaub so Rezepte von früher habe ich noch nicht ausprobiert, zumindest war ich mir dabei dessen nicht bewusst.
    Der Kuchen sieht lecker aus, klingt aber mit dem Kochen irgendwie abenteuerlich ^_^

    Soll ich dir morgen deine Sachen aus der Bestellung mal vorbeibringen? oder wollen wir lieber ein richtiges Treffen machen? ich habe nächste Woche Mi-So frei ;)

    Liebste Grüße, Caro

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    1. Also, ganz ehrlich: Der Kuchen schmeckt super! Das Kochen macht ihn sehr sehr saftig. Ich kann's nur empfehlen :)

      Also, da ich gestern die ganze Zeit busy war, bin ich natürlich für ein richtiges, echtes Caro-Caro-Treffen :D Weiß nur noch nicht, wann ich Zeit hab, aber gebe dir noch bescheid.

      Ganz liebe Grüße
      Caro

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  2. Sinke ich jetzt in deiner Gunst, wenn ich gestehe, dass ich Geschichte nur als Zusatzkurs hatte...? ^.~

    Dennoch finde ich deine Themenwoche sehr spannend und interessant.
    Das Rezept sieht allerdings sehr lecker aus, kann ich mir gut vorstellen, mjam!

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    1. Mhm, naja... nö :D

      Der Kuchen ist auch super! Sehr saftig und durch die Cranberries auch fruchtig. Die Nüsse passen auch perfekt. Ich würd' ja am liebsten ein paar Stücke zum Probieren rüber schieben :)

      Liebe Grüße

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