Montag, 29. April 2013

Zeig deine Lacke # 58 - But if you close your eyes...


does it almost feel like nothing changed at all.

Ich hab einen furchtbar-guten Ohrwurm ;) Und nun müsst auch ihr darunter leiden. I dare you: Hört euch den *Song* an und widersteht seiner krassen Eingängigkeit. Bei mir hat's nicht funktioniert. Während ich das hier schreibe, laufen Bastille in Endlosschleife, auf das der Ohrwurm mir bald zum Hals raushängt. Falls also mancher meiner Sätze keinen Sinn ergibt, bitte ich euch darum, dies zu verzeihen. Beschwerden bitte an Dan Smith.

Es ist mal wieder Montag, also zeigen sowohl Caro als auch ich, was bei uns so an Lacken rumsteht - hence the name ;) *Hier* geht's zu ihr und einem Lack, den ich damals eigentlich auch kaufen wollte...   



Mein Schätzchen heute stammt aus einem gemeinsamen Bummel mit ihr im vergangenen Sommer. Es ist ein flormar-Lack mit der Nummer 240 aus der Douglas-Wühlschale, welcher so ca. 2 bis 3 € gekostet haben wird. Seufz, und ja, er fällt so sehr in mein Beuteschema, dass wohl niemand überrascht sein wird ;)



Beeriges Lila-Pink mit pinkem Schimmer. Ich liebe es einfach. Und wie war das? True love lasts a life time?! 



Das Lackieren war gut, obwohl der Pinsel (den ich heute leider nicht fotografiert habe, ach Mensch) ziemlich schmal ist und viel Lack daran hängt. Von der Konsistenz her gibt es nur zu berichten, dass sie auf der flüssigen Seite ist - wenn man nicht aufpasst und zu viel Lack aufträgt, sammelt er sich an manchen Stellen. Zwei dünne Schichten benötigt man schon, welche dann auch recht schnell trocknen ... die Stellen, an welchen der Lack zusammenläuft, brauchen da schon länger. 



Leider trocknet auch mein BTGN top sealer langsam aber sicher aus... und zieht jedweden Lack zusammen, ob er will oder nicht. Deshalb sah man schon nach 12 Stunden die Nagelspitzen. 



Ansonsten ist meine Sucht mal wieder befriedigt und ich freu mich am schönen Schimmer, der vor allem im Sonnenschein - ohne den die Fotos leider auskommen mussten - absolut toll ist. 

Mit Blitz fotografiert, damit ihr den Schimmer auch mal seht ;)


So, ich glaube, ich hatte folgende Fragen schon mal, ist mir aber wurscht: Was ist euer derzeitiger Ohrwurm und was tragt ihr gerade auf den Nägeln? 

Liebe Grüße 

Wombattante







Sonntag, 28. April 2013

20s Make up and so long, Downton!



Nach einer kleinen Pause gestern, möchte ich heute meine Downton Abbey-Woche mit einem 20s Make up und meinen liebsten Zitaten aus der Serie beschließen. Da die dritte Staffel von Downton Abbey zu Beginn der 1920er spielt, kann man hier und da schon einige Flapper entdecken. So auch die 18jährige Rose McClare, die schon mal im Charleston-Dress mit viel Make up und Schmuck und einem bedeutend älteren Liebhaber durch die Jazzclubs Londons zieht...



Inspiriert zum Make up hat mich *folgender Post* von Francesca Rose (ihr Blog Make up your Mind ist auch toll). Das erste face chart erschien mir dramatisch und 20s genug, um es zu probieren. 





Wichtig sind die dünnen, runden Augenbrauen (hab ich eher weniger hinbekommen), der stark akzentuierte Amorbogen inkl. dunklem Lippenstift (besser in Matt, hatte ich aber nicht) und die rauchigen, dunkel betonten Augen. Blush wurde eher zum Konturieren benutzt.



Meiner Meinung nach macht mich dieses Make up recht alt, aber es war trotz allem mal wieder spannend, zu sehen, was bei meiner kleinen Zeitreise rauskommt. 

 

Und wenn ihr jetzt noch immer nicht neugierig auf diese tolle Serie seid... mhm, dann kann ich euch auch nicht helfen ;) Aber vielleicht kann das Dame Maggie Smith aka the Dowager Countess, Lady Violet Crawley:
 







Und DER Klassiker: "What is a weekend?"

In diesem Sinne: Habt noch einen schönen Restsonntag und danke, dass ihr mich in dieser Woche begleitet habt. It was an honour and a pleasure :)

Liebe Grüße
Wombattante

Freitag, 26. April 2013

Kuchen für Notzeiten


Die zweite Staffel von Downton Abbey thematisiert den Ersten Weltkrieg, sowohl zuhaus als auch an der Front in Frankreich. 

Als ausgemachter Nerd und ehemaliger Geschichtsleistungskursler hatte ich natürlich auch immer meine Lieblingsepoche... und das war und ist immernoch die Zeit von (roughly) 1890 bis 1930. Zentral ist da natürlich eben jener, der erste moderne Krieg, welcher einen Verlust der Unschuld Europas versinnbildlichte. Nicht, dass ich den Krieg an sich "schön" finde, ich hoffe, da versteht ihr mich nicht falsch, ich finde den krassen Wandel, den er nach sich zog, einfach wahnsinnig interessant. 

Die Darstellung des Kriegs in Downton Abbey ist übrigens vergleichbar mit den düster-grausamen Szenen in Mathilde - Eine große Liebe (OT Une longe dimanche de fiancialles) und das spricht definitiv für die Serie, denn das ist auch ein toller Film. Aber ich schweife ab. Nicht nur die jungen Männer Europas litten unter den Bedingungen damals, auch in der Heimat musste während und nach dem Krieg eingespart und improvisiert werden. Es fehlte beispielsweise an den einfachsten Zutaten, an Mehl, Zucker und Eiern, oder sie waren unheimlich teuer.  

Da Not aber erfinderisch macht, gab es auch zu diesen Zeiten (ab und zu) mal Kuchen. Einen solchen War-Time Cake habe ich heute für euch nachgebacken. Na gut, und für den Wombatonkel ;)



Das Rezept stammt von dem herrlichen Blog von Solanah

Ich hab es mal ins Deutsche übersetzt:

1 Tasse braunen Zucker
1 1/4 Tasse Wasser
1/3  Tasse Backmargarine (oder Schmalz)
2 Tassen Rosinen, Nüsse od. ähnliches (ich hab eine Tasse Cranberries und eine Tasse Nüsse gemixt)
1/2 Teelöffel Muskat
2 Teelöffel Zimt
1/2 Teelöffel Nelken

in einem größeren Topf verrühren und zum Kochen bringen. Drei Minuten lang köcheln lassen. Dabei immer schön rühren, damit nichts anbrennt. Die Masse vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Dann 1 Teelöffel Salz und 1 Teelöffel Natron in 2 Teelöffeln Wasser auflösen und der Masse zugeben (den Schritt hab ich bei meinem Kuchen gleich mal vergessen, ich Peiler ;).

In einer anderen Schüssel zwei Tassen gesiebtes Mehl mit einem Teelöffel Natron verrühren und dann nach und nach zur Zuckermasse geben und rühren rühren rühren.

Den Teig in einen Kastenform geben und bei 160 - 165 Grad für 50 Minuten backen



So, mein Kuchen braucht nur noch 15 Minuten und es duftet echt genial nach den Gewürzen. Ich bin gespannt, wie er schmecken wird...



Habt ihr auch schon mal Rezepte von  ganz früher ;) ausprobiert?

Liebe Grüße
Wombattante
 

Donnerstag, 25. April 2013

Von Korsett zu "alles hängen lassen" - Fashion zur Downton Zeit



Oh oh, die Achillesferse meiner Themenwoche... denn mit toller Mode inspiriert von Flappern und süßen Hüten hab ich nicht viel am selbigen.

Den Wandel in der Mode kann man gut über die bisherigen drei Staffel von DA verteilt beobachten. Ist das Tragen eines einengenden, unbequemen Korsetts 1912 noch Pflicht, werden danach lockerere Schnitte modern, die Taille rutscht nach unten und Bewegungsfreiheit ist wichtiger als der perfekte S-Kurven-Körper. Was mich bei der Recherche am meisten wunderte, war die Tatsache, dass selbst die Dienerinnen, Köchinnen etc pp. Korsette trugen, obwohl diese sie bei der Arbeit behinderten. Das war halt so Sitte und alles andere wäre skandalös gewesen, wahrscheinlich vergleichbar mit jemandem, der heute in der Öffentlichkeit kopuliert ;)

Die 20er sehe ich modetechnisch übrigens als verwandt mit dem späteren Twiggy-Ideal an, denn die ideale Figur der Frau war jungenhaft schmal, kleine Brüste waren "in" (ja, das gab's tatsächlich mal ;) und  wer ohnehin schmal ist, der kann ja dann auch ein lose am Körper hängendes Kleidchen ohne Korsett tragen, oder? ;)

Unscharf aber Empire ;)
 Diejenigen, denen der Übergang von Korsett zu Freiheit zu krass war, holten den Empire-Stil aus dem Mottenkisten, welcher zu Zeiten Jane Austens also im frühen 19. Jahrhundert modisch gewesen war. An Kleidern dieser Art war die Taille direkt unter der Brust angesetzt und man konnte kleine Pölsterchen prima kaschieren. Auch heute noch gibt es diese Kleider... allgemein bekannt als Schwangerschaftskleidchen ;), auch an Frauen, die gar kein Kind erwarten.

Punkte gehören leider nicht in die Epoche, aber Schluppen
An Schmuck trug man Broschen, laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange Perlenketten und Fascinators. Und Hüte, immer farblich aufs Outfit abgestimmt - think Queen Elizabeth II. Aber sowas hab ich ja nun  mal gar nicht (Was nicht heißt, dass ich im Vorfeld der Themenwoche nicht nach einem Fascinator gesucht hätte... mir hat bloß keiner gefallen). Schluppenblusen mit großen oder auch kleinen Schleifen oder den jetzt wieder in Mode gekommenen Bubikrägen galten als schick und wurden mit langen, schlichten Röcken getragen.  



Interessant ist außerdem noch, dass Frauen, welche in einem großen Haus wie Downton Abbey angestellt waren, im Grunde genommen etwa drei Kleider besaßen: Ihre Uniform zum Arbeiten, ein Alltags- und ein Sonntagskleid. Das war's. Neues wurde nach Schnittmustern selbst genäht. Wenn ich da an den Überfluss in meinem Kleiderschrank denke, komme ich mir schon dekadent vor.

So, das war unser winzigkleiner Ausflug in die Modegeschichte Downton Abbeys. Und wieder habe ich bemerkt, dass aus mir kein Fashionblogger wird, aber macht ja nichts, oder? ;) 

Liebe Grüße
Wombattante



Mittwoch, 24. April 2013

Faux Bobs and Hairpieces



Haare waren Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts eine interessante Sache, also meiner Meinung nach jedenfalls ;)

Ich bin ja eher jemand, der die Haare im Zweifelsfall gerne offen trägt, damals jedoch war das nur jungen Mädchen vorbehalten. Sobald frau ins gesellschafts- und heiratsfähige Alter kam, wurde alles, was man auf dem Kopf hatte, hochgesteckt. Ein paar Löckchen durften, je nach Status, ins Gesicht fallen, aber das einfache Dienstmädchen versuchte seine Haare so gut wie möglich unter einer Haube wegzustecken, um sie vorm Verschmutzen zu bewahren.

In den upper classes hatten die Damen eine lady's maid, welche ihr die Haare - natürlich immer nach der neuesten Mode - zurecht machte. Interessant ist hier, dass jedes einzelne Haar zählte: Was in der Bürste hängen blieb, wurde gesammelt, zusammengedreht und als Duttkissen oder Volumenhaarteil wiederverwendet. 

Gelockt wurden die Haare mit Lockeneisen, die im Feuer oder über dem Herd angewärmt wurden (um 1918 kamen die ersten elektrischen Curling Irons auf den Markt)... wer schon einmal Betty und ihre Schwestern (OT: Little Women) gesehen hat, weiß, wie gefährlich das sein kann. Gut für die Haare erscheint es mir jedenfalls nicht ;) Haarpflege an sich, in Form von Waschen mit einem Stück Seife oder manchmal Kokosöl, fand bei den reicheren Damen ein- bis zweimal im Monat statt. Haarbutter oder irgendwelche Leave-in-Produkte wurden nicht benötigt, denn die berühmten 100 Bürstenstriche jeden Abend versorgten die Haare mit dem nötigen Fett.

Ich habe einige Anleitungen für "Downton Abbey Haar" gefunden: So zum Beispiel *hier*. Den meisten Anleitungen gemein sind leider zwei Voraussetzungen: Dickes Haupthaar (alternativ gesammelte Bürstenhaare) und ein Lockenstab.

Hab ich beides nicht. Deshalb sehen meine Frisuren etwas dürftig aus. Ich bitte euch, es mir nachzusehen. 

 
Eingedrehter Zopf
Alles einfach irgendwie eingeschlagen und festgesteckt
Die Frisur aus dem oberen Link an meinem fusseligdünnem Haupthaar
 
Noch einmal in der Halbseitenansicht

Angestellte in einem großen Haus wie Downton hatten natürlich wenig Zeit für großartige Flechtereien. Sie griffen auch mal auf einen alten Bekannten zurück:

 
Den Dutt (oder Gaksch, wie meine Oma ihn nennt)
Mit dem Wandel in Folge des Ersten Weltkrieges und den Bestrebungen der Frauen gleiche Rechte wie die Männer eingeräumt zu bekommen, änderten sich auch die Haarvorlieben. Der Bob und, in gehobeneren Schichten oder bei Frauen, die den krassen Schritt nicht sofort gehen wollten, der Faux Bob, waren auf dem Vormarsch. Ich habe euch zwei Anleitungen zum Faux Bob herausgesucht (*hier* und *hier*). Beide habe ich probiert und feststellen müssen, dass mir sowas nicht steht ;) bzw. dass meine Haare auch hier zu fein sind. 



Vor allem die (Faux) Bobs wurden mit Locken oder in den 20ern dann Fingerwellen (sogenannten Marcel Waves) aufgepeppt, hierzulande auch als Wasserwellen bekannt. Das ist das Einzige, was ich noch nicht ausprobiert habe... noch nicht. Wir werden sehen.

Übrigens hat mir die Themenwoche vor allem in diesem Punkt die Augen geöffnet und unheimlich viel Spass gemacht. Ich trage sonst meine Haare, wie oben schon erwähnt, nur offen oder im Pferdeschwanz. Das wird sich jetzt jedoch ändern, da es so tolle Anleitungen im Netz gibt und man nur ein wenig Zeit und Geduld braucht. 

Probiert ihr manchmal Frisuren aus? Seid ihr, was Haare angeht, experimentierfreudig?

Liebe Grüße
Wombattante
  

PS: Interessante Seiten, die zum Teil meine Quellen waren, verlinke ich euch *hier* und *hier*






Dienstag, 23. April 2013

No Make up downstairs


 Make up? Bis in die goldenen 20er hinein war das ein Marker für leichte Mädchen, gefallene Engel und absolut keine gute Gesellschaft. Rouge trugen nur Prostituierte und unmoralische Frauen ohne Ehre und - meistens auch - ohne hohes Einkommen. Sowohl upstairs und downstairs waren unnatürliche Rötungen jedweder Art verpönt - ich merke gerade, dass sich Herr Wombat da sehr sehr wohl gefühlt hätte ;)

Doch auch wenn man damals eher mit Hausmittelchen, selbst angerührten Peelings auf Haferflockenbasis mit Honig und Ei und dem guten alten "in die Wange kneifen" und "auf die Lippen beißen" nachgeholfen hat, kommt eine Serie mit ästhetischem Anspruch wie Downton Abbey nicht ohne Make up aus. Hier muss man aber zwischen den reichen Crawley-Damen und den Dienerinnen unterscheiden.

Generell sind mir die downstairs-Frauen sympathischer, einfach weil ich selbst ein lower class-Mädchen bin, denke ich. Da wären beispielsweise Anna (Joanne Froggatt), ein Dienstmädchen, welche aber auch zeitweise als Zofe für Mary agiert und zwar zunächst unscheinbar, aber doch herzensgut wirkt. Oder auch Daisy, welche herrlich naiv von Sophie McShera gespielt wird, und laut McShera als Hilfsköchin und Mädchen für die Arbeiten, die nicht vor der Nase der Herrschaften passieren dürfen, vom Status in Downton her am tiefsten steht. Allen gemein ist die wenige Zeit, die sie für sich selbst und somit auch für Kosmetik hatten. 

Wie also sieht der downstairs-Look aus?

Sommersprossen sind sichtbar, Poren auch ;)
Dazu gibt es *hier* eine schöne Zusammenfassung von Joanne Froggatt selbst. Und ich habe versucht ihn mit meinen Mitteln nachzumachen.

 
Die Augenringe zeugen vom anstrengenden Dienstmädchenleben... ;)

Er besteht eigentlich nur aus einer leichten Foundation, die nicht abgepudert wird und ein wenig Konturierung. Blush ist, wie oben schon erwähnt, nicht drin. Da meine Augenbrauen durch meine Haarfärberei ein wenig zu blass sind, habe ich sie mit farbigen Augenbrauengel aufgefüllt. Die Lider bleiben nackig. Damit meine Augen nicht komplett untergehen, habe ich meine Wimpern mit der Wimpernzange bearbeitet und wenig braune Mascara aufgetragen. Das war's. 

Ein ungewöhnlicher Look, vor allem, weil heutzutage ja gerne entweder der Mund oder die Augen betont werden. Aber wenn man bedenkt, dass die Hausmädchen damals GAR kein Make up hatten und mit Augenringen und Unreinheiten nun mal leben mussten, dann bin ich einfach mal dankbar.



Auch wenn dieses No Make up-Make up im Alltag sehr angenehm ist, denn man ist ratzfatz fertig, aber nicht nackig, kostete es doch etwas Überwindung. Ich bin in den letzten Tagen oft so und mit zusätzlich hoch gesteckten Haaren rumgelaufen, und Leute, irgendwann hab selbst ich bemerkt, wie liberating es ist! *lach* Trotzdem freue ich mich schon auf den 20er-Look, der noch kommt ;)

Seid ihr Pro oder Kontra No Make up-Make up? Haltet ihr das für sinnvoll oder sollte man es dann gleich lassen?

Liebe Grüße
Wombattante

PS: Ich habe auf den Fotos in diesem Post meine Labret-Narbe wegretuschiert, wirkte meiner Meinung authentischer ;)



Montag, 22. April 2013

Zeig deine Lacke # 57 - Elegant und arrogant


Und schon starten wir in die Themenwoche :)

Worum geht's in Downton Abbey?




Der Name der Serie ist auch der Name des Landsitzes Robert Crawleys, Earl of Grantham (Hugh Bonneville) in Yorkshire. April 1912, der Untergang der Titanic beeinflusst direkt das Leben der Crawleys. Der Verlobte der ältesten Tochter Mary, ein Cousin der Familie und der spätere Erbe des riesigen Besitzes, ist unter den Opfern des Schiffsunglücks... Eine Tragödie für alle, denn auf Grund einer im historischen England nicht unüblichen Regelung wird Downton nur an männliche Nachfolger weitervererbt, eine Situation vergleichbar mit den Bennets in Pride and Prejudice. Der Haken auch hier: Die Crawleys haben nur Töchter und der nächste männliche Erbe ist ein noch weiter entfernter Cousin, welcher schockierender Weise einem Beruf nachgeht. Dementsprechend entfaltet sich der erste Konflikt der Serie - wie retten wir Downton Abbey und verheiraten Mary - am besten in einem Aufwasch, so schnell und standesgemäß wie möglich. 

Auch downstairs, beim Butler und den Hausmädchen, Lakaien, Küchenmägden, kurz gesagt: den guten Seelen im Haus, wird mitgefiebert, geht es doch auch um ihre Zukunft.

Der heutige Post ist jedoch Lady Mary (Michelle Dockery) gewidmet, einer der größten Zicken im period drama überhaupt. You will love to hate her and you will love her wit :) Mit der mittleren Schwester, Edith (Laura Carmichael), liegt sie ständig im Clinch und Sybil (Jessica Brown Findlay), die Jüngste kann ihr eh' nicht das Wasser reichen, wobei letztere meist noch geduldet wird. Mary ist ein Snob erster Güte, stolz, scharfzüngig und schön - eben elegant und arrogant, um mal ganz frech Heidi Klum zu zitieren.

Und obwohl die Damen in der damaligen Zeit wohl eher keinen Lack trugen, sondern eher ihre Nägel mit Metallfeilen kurz hielten und, wenn sie Lust auf Farbe hatten, zu Cremes oder Püderchen griffen, welche vorher eingefärbt wurden (cf. Quelle) , zeige ich euch heute einen Lack, welcher meiner Meinung nach rein farbtechnisch sehr gut zu Lady Mary gepasst hätte.

Für 1,49 € zu haben

 Die Nummer 209 ist ein taupiges Hellbraun mit Cremefinish, kein Totennude, aber doch dezent. 



Aber nicht auf den Preis schauen, der wäre für Lady Mary zu common und weist auf fehlende Exklusivität hin ;)

Auch die Verpackung ist eher unelegant, aber hey, schließlich erbt die Frau ja auch nichts ;)

Wie schon bei dem braunen Express Nails 45'-Lack von Rival de Loop hatte ich meine liebe Mühe, den Lack ordentlich auf den Nagel zu bekommen. Schnell arbeiten ist angesagt, da er schon nach zwei Pinselstrichen beginnt zu stocken. "Unpleasant!" kann ich da nur sagen. 

Nur möglich dank siehe unten



Um die entstehenden Unebenheiten auszugleichen ist ein Topcoat bitter notwendig, ich habe da wie immer den Essence BTGN genommen. Und er wirkt Wunder ;) 



Da ich mich oben schon so ausgelassen habe, hier kurz und knapp mein Urteil: Clean, unauffällig, business on the nails, party elsewhere ;) Wer die Konsistenz in Betracht zieht, bekommt hier einen Bürolack ohne Schockfaktor. 



So, und wenn ihr diesen Riesenpost jetzt gelesen habt, warum schaut ihr dann nicht mal bei Caro vorbei? Auch sie zeigt ihre Lacke und hat noch so manches Schätzchen in petto :) *Hier* geht's zu ihr.

Was haltet ihr von der 209? Welche Farben tragt ihr, wenn es Lack sein soll, aber nicht zu auffällig?

Liebe Grüße
Wombattante



Statt Geschenken...

gibt es bei der Wombattante zum zweiten Bloggeburtstag heute eine Themenwoche. Und nicht zu irgendeinem Thema, sondern zu meinem derzeitigen Steckenpferd, dem größten Zeiträuber bei mir momentan, der wunderbaren Serie Downton Abbey
 


Downton WHAT? 

Vor fast zwei Jahren fing es an. Eine medienaffine Kommilitonin erzählte etwas von Maggie Smith in Downton Abbey. Meine Reaktion ist oben in dem kleinen Satz zusammengefasst. Kannte ich nicht. Ein kurzer Blick auf IMDB ließ vermuten, dass es dröge Kost sein konnte. Kein Interesse. 

Bis eine andere Kommilitonin vor wenigen Wochen schuldbewusst erzählte, dass sie auch mit Downton angefangen habe und nicht mehr aufhören könne... eine andere Kollegin fing an zu schwärmen und es fiel ganz beiläufig der Name Julian Fellowes. *räusper* Ich habe hier schon mal vom Film Gosford Park geschwärmt... und hatte nicht gewusst, dass Downton von eben jener Atmosphäre, upstairs und downstairs, getragen wird, die mir an dem Film schon so gefallen hat. Nach dieser Info hing meine imaginäre Hundezunge triefend vor Sabber bis auf den Fussboden und ich musste dieser Serie eine Chance geben.

Kurz gesagt: Einmal mit Downton begonnen, konnte ich nicht mehr aufhören. Mein Ohrwum bestand wochenlang aus dem Instrumentalstück aus dem Intro, die Crawleys und alle downstairs sind mir ans Herz gewachsen und es gab sooo viele schöne, aber auch traurige Momente, dass ich mich manchmal vom Seriegucken los reißen musste, um noch was gebacken zu kriegen. 

Deshalb wird es diese Woche jeden Tag einen Post zum Thema Downton Abbey, dem Zeitraum, in dem die Serie spielt und kosmetische Besonderheiten der Ära (und der Serie) geben. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf! 

Kennt ihr Downton Abbey? Habt ihr eventuell die erste Staffel letzte Weihnachten gesehen? 

Liebe Grüße
Wombattante

Freitag, 19. April 2013

Ein Kompliment und nichts zu sehen


Am Mittwoch hat eine ganz liebe Kollegin mein Amu gelobt und da dachte ich: Warum soll ich es nicht auch mit euch teilen? Für viele Schminkuschis wird das jetzt wahrscheinlich noch als Nude durchgehen, das liegt aber eher an meiner Unfähigkeit, Amus farbgetreu ablichten zu können. Da steckte "in echt" tatsächlich mehr dahinter, honest!


Und jetzt noch einmal bei anderen Lichtverhältnissen:

 Benutzt habe ich Chris de Burgundy aus der Sleek PPQ Me, Myself and Eye und das dunkle, matte Braun aus der Sleek Storm im Außenwinkel und in der Crease. Das hellste Gold aus der Storm habe ich vorsichtig über RdL's White Coffee auf das restliche Lid getupft. 


Der Lidstrich besteht aus den zwei abgebildeten Linern, der von RdL war etwas zu schwach, da hat der alte Japanische Tusche-Liner von Manhattan nachgeholfen. Ebenfalls von Manhattan ist der Liner am unteren Wimperkranz, ein limitierter Kajal namens Plum Brownie (den ich viiiel zu lange vernachlässigt habe). 

Mascara ist ein Mix aus Essence Maximum Length Volume und der limiterten P2 fly me to the moon cosmic Mascara, letztere ist echt schnieke, wenn es um Wimperntrennung geht. 

Habt ihr eventuell Tipps, wie man Amus farbgetreuer abbilden kann? Welche Lichtverhältnisse und Kameraeinstellungen nutzt ihr?

Liebe Grüße und einen schönen Start ins Wochenende! :)

Wombattante



Montag, 15. April 2013

Zeig deine Lacke # 56 - Sauer macht lustig

Oder doch nicht? 

In diese Woche bin ich leicht angesäuert gestartet... Kennt ihr das, wenn Leute auf eine dreiste Art und Weise eure Gutmütigkeit ausnutzen? Dann versteht ihr sicher, warum ich mich heute mal nicht über niedrigen Blutdruck beschweren kann. Echt mal, wenn ich nicht wüsste, dass 50 % dieses Ärgernisses durch diese hormonelle Achterbahn names Pubertät ausgelöst wurden, ich hätte das nett sein für die nächste Zeit schon längst aufgegeben. Egal, auf zu schönerem, auf zum Lack :) 

Caro, meine Beste, stellt heute einen interessanten Lack vor, der in die Kategorie "Antik und trotzdem schön" gehört. *Hier* geht's lang zu ihr.



Von ihr stammt auch mein heutiger Sonnenschein, mein Zitronenbonbon, mein Lemon Drop :) Vielen Dank, meine Liebe! Caro hat den P2 Summer Attack Feel the Heat Nail polish in Lemon Drop auch schon vorgestellt, *hier* geht's zu ihrem tollen Bericht. 



Zur Farbe muss ich, glaube ich, nicht mehr viele Worte verlieren: Gelbgolder Folienglitter. I like.



Von der Konsistenz her muss ich Caro recht geben: Dünnflüssig! Und auch bei mir wollte der Lack nicht so wirklich decken. Der Pinsel jedoch macht das Lackieren mehrerer (bei mir 2 bis 4!) Schichten einfach. Man hat nie einen riesigen Batzen Lack dran hängen. 



Die Trockenzeit hat sich auf einigen Fingern ziemlich gezogen, auch mit Essence BTGN top sealer. Während die rechte Hand schnell fertig war, hab ich mir in die linke gleich mal mehrere Dellen geschlagen. Mhmpf. Nächstes Mal also nur noch zwei Schichten ;) 



Wie schon erwähnt, deckt das Zitronenbonbon leider nicht komplett, aber es ist streifenfrei und funkelt nur so rum




Ich habe Lemon Drop auf Grund des Glitzers auf den peel off base coat von Essence lackiert, was im Endeffekt keine gute Entscheidung war. Nicht nur schälte sich schnell der Lack ab, in der Mitte des Nagels war die Base immernoch klebrig-zähflüssig. Dass das dem Nagel nicht gut tun kann, versteht sich wohl von selbst. So hat der Lemon Drop leider nicht lange meinen Alltag erhellt... aber mit anderer Base wird das schon noch. 

Von mir eine Empfehlung für diese Gute-Laune-Farbe :)

Welche Produkte der Summer Attack LE habt ihr mitgenommen? Was hat euch gefallen, was nicht?

Liebe Grüße
Wombattante

PS: Sorry, irgendwie spinnt mein Bilderprovider bzw. Blogger gerade. Ich hoffe, ich kann das bald aus der Welt schaffen.