Samstag, 3. Dezember 2011

Film-Freitag # 14 Von Zombies, Baba jaga und Co.

Waaah, ich bin schon wieder zu spät dran!! Mööp. Dabei hab ich mir gestern die ganze Zeit überlegt, über was ich alles schreiben möchte. Und dann ist mir The Voice of Germany dazwischen gekommen... sehr originell, ich weiß, aber ich find das irgendwie spannend. Außerdem warte ich ja immernoch auf Monique ;) und diskutiere gerne lautstark mit dem Herrn Wombat, welche Juroren toll sind. Ich persönlich würde nur zu Rea oder zu The Boss Hoss gehen. Rea, weil er 2000 den Soundtrack zu meiner ersten großen Liebe inklusive Liebeskummer geliefert hat (hört mal hier rein) und die Jungs von Boss Hoss, weil sie für mich ein absoluter Schritt in Richtung weniger Pop mehr Rock 'n' Roll in Castingshows sind. Noch dazu werden die immer so bösartig gedisst. Mein Herz schlägt halt für die Außenseiter ;)

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Ich denke auch deshalb ist mein Must-See der Woche Neil Jordans Breakfast on Pluto (klick und klick). Patrick "Kitten" Braden (wunderbar schon im trailer: Cillian Murphy) passt nicht in seine irische Kleinstadt. Er, naja, sagen wir mal, he embraces his feminine side ;) Er liebt Kleider, eckt überall an und fühlt sich unverstanden, was nicht verwunderlich ist in einem Land, welches vorwiegend katholisch ist und sexuellen Dingen sehr verklemmt und altmodisch gegenüber steht. Deshalb, und um endlich seine Mutter zu finden, macht sich Kitten auf nach London. Need I say more? 

Schwarze Komödie trifft Drama um Irland und die 70er, IRA, Katholizismus, die Suche nach Identität und Liebe, ob nun in Form einer Familie oder eines Partners. Ich bin gespannt auf diesen Film und ärgere mich, dass ich ihn nicht früher entdeckt  habe, denn es gibt ihn schon seit 2005. Mal sehen, ob ich ihn bald mal auf DVD erwische - dann gibt's auch eine Review.


Geflopt ist diese Woche meine Freizeit. Sie war nicht wirklich existent und ich hab außer einem Film für die Uni nicht viel gesehen, obwohl einiges an DVDs auf mich wartet. Ärgerlich, ärgerlich.

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 Noch taufrisch  ist zum einen Night of the Living Dead von George A. Romero. Im Rahmen eines Seminars names "Deviants and Outcasts in American Society" (wortwörtlich Abweichler und Außenseiter) haben wir uns diesen Horrorfilm aus dem Jahre 1968 angesehen. Bemerkenswert ist nicht nur die Tatsache, dass hier mit wenig Mitteln viel Grusel erreicht wird, sondern auch, dass es einen schwarzen Helden gibt! Ben (Duane Jones) ist der Einzige, der angesichts der Horde Zombies, die immer wieder versucht ans Menschenfleisch zu kommen, ruhig bleibt und seinen gesunden Menschenverstand verwendet. Während sich meine Kommilitonen aufgeregt haben, dass von allem zu wenig vorhanden war (zu wenig Spannung, zu wenig Blut etc.), fand ich die für die damalige Zeit innovative Art der Geschichtenerzählung großartig. Ich bin aber auch durch einige Cold War Culture Seminare vorbelastet ;) Für alle, die sich gern mal einen Horrorfilm in schwarz-weiß ansehen möchten: Es gibt den gesamten Film mehrfach auf youtube. 


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 Ansonsten hab ich letzten Sonntag den ersten Advent mit zwei meiner liebsten Märchenfilme gefeiert: Väterchen Frost - Abenteuer im Zauberwald und Das bucklige Pferdchen. Beides sind russische Märchen. Beide sind alt. Aber ich verbinde so viele schöne Erinnerungen mit ihnen... und so manches Filmzitat ist im Hause Wombat ein geflügeltes Wort. Ich sag nur "Nastjenka will ich haben ho ho ho" und "Ach Marfuschka, Seelchen...". Das bucklige Pferdchen vor allem hat damals meine Fantasie beflügelt: Feuervögel, Zauberpferdchen, die Tochter des Meeres... und das Ende ist für mich immernoch das allerbeste. Heiße Milch, heißes Wasser, kaltes Wasser, und schwupp bist du schön ;) Fand ich schon als Kind toll, mag ich auch jetzt noch sehr. Wer die zwei noch nicht kennt, findet auch die auf youtube. Enjoy!


Liebe Grüße

Wombattante 

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