Freitag, 18. November 2011

Film-Freitag # 12 - Women, Love and Other Films

Es ist Freitagabend, die Woche war lang und hart und ich bin eigentlich viel zu müde für einen ausführlichen FF :) Aber gerade heute hab ich mit einigen Kommilitonen mal einige der Aufnahmen von der Study Tour durchgeguckt... und war geflasht! Wie geil. Mein Film. Am liebsten würde ich heute sofort anfangen.Geht leider nicht, deshalb "müsst" ihr mit meinem Enthusiasmus für andere Werke vorlieb nehmen. 

Diese Woche steht irgendwie unter dem Motto "Filme über, mit und von Frauen" und das eher zufällig. Interessanterweise passen auch meine beiden Must-Sees der Woche dazu:
Ist irgendjemand überrascht, wenn ich folgenden Film auf meine Liste setze? 

via http://yourfanlisa.com


Die 1930er, in England herrscht Aufruhr, der König hat - vor die Wahl gestellt - für seine Geliebte auf den Thron verzichtet. Liebe scheint wichtiger als Macht. 2000er, eine Frau steht vor ähnlichen Problemen wie die Geliebte damals, identifiziert sich mit ihr und lernt aus der Geschichte?!
Schon letztes Jahr konnte ich The King's Speech kaum erwarten, da diese Zeit, und vor allem die Geschichte dieses Landes mich immer wieder faszinieren. Und nun bin ich ebenso ungeduldig aufgrund eines Werks von keiner geringeren als Madonna. Ja, Madonna. Die Rede ist von W.E. (hier gibt es einen trailer, ich weiß aber nicht, ob er offiziell abgesegnet ist). Ich hoffe und bete, dass Madonna den Stoff mit dem nötigen Respekt behandelt und keinen Unsinn fabriziert hat. Viel Vertrauen habe ich nicht, aber dennoch will ich diesen Film sehn. Nicht nur, weil ich schon lange James D'Arcy mag und mich auf ihn als Edward VIII. freue, auch wenn er dafür erblonden musste. Außerdem kann ich, falls er schlecht ist, eine neue Rubrik einführen: Das Machwerk der Woche. Das würde dann sogar einen eigenen Tag kriegen ;) W.E. hat noch kein Release date für Deutschland, leider.



via http://veryaware.com
Ein anderer, sehnsüchtig erwarteter Film ist Young Adult (hier geht's zum trailer). Eigentlich halte ich ja nicht viel von Diablo Cody. Juno fand ich doof und Jennifer's Body würde ich mir nur unter Zwang und mit vierzig Grad Fieber antun. Megan Fox und ihr totgehyptes sexy-Image sind einfach mal nichts für mich. Aaaber dafür finde ich Charlize Theron gar nicht mal so schlecht... gut, Aeon Flux war komisch und den Oscar für Monster hat sie wohl bekommen, weil jede schöne Frau, die bereit ist, sich hässlich machen zu lassen früher oder später mal einen bekommt, aber dennoch muss ich gestehen, dass sie eine der Schauspielerinnen ist, die selten richtig unangenehm auffallen. 
Unangenehm, ja geradezu zum Fremdschämen ist Mavis, ihre Rolle in Young Adult. Schon die erste Szene im trailer ist witzig-peinlich. Gott sei Dank aber ohne jeglichen Fäkalhumor. Das Gesicht der Motelangestellten, die nun mal nicht mit dem Klammersack gepudert ist und sofort kapiert, dass Mavis da einen Hund einschmuggeln will, ist priceless. Da musste ich schon grinsen. Und dann sah ich Spence (Patton Oswalt) von King of Queens. Tehe.

Das Witzige: Es gibt so Momente, da fragt man sich, was aus den total beliebten Leuten aus der Schulzeit geworden ist. Aus Leuten, denen die Welt zu Füßen zu liegen schien. Schön, von allen beneidet, bla. Und Mavis und ihre tumbe, bösartig-zurückgebliebene Überheblichkeit sind Musik in meinen Schulaußenseiterohren. Ja, ich ziehe eine gewisse Schadenfreude aus diesem trailer, denn die Frau mag zwar schön und damals Prom Queen gewesen sein, aber das hat alles nichts zu bedeuten im "wirklichen" Leben. Irgendwann müssen wir alle lernen, dass Oberflächlichkeit und Aussehen im Endeffekt nichts wert sind, wenn der Charakter nicht stimmt - manche eben etwas später als der Rest. Denn meiner Meinung nach ist charakterlich absolut nichts in Ordnung, wenn man einen Familienvater rumkriegen will, nur um sich über eine Trennung hinwegzutrösten.

Ich bin mir bewusst, dass ich den trailer vollkommen falsch "lesen" könnte... schließlich haben damals auch alle von Ellen Page aka Juno geschwärmt - allen voran mein Bruder, der mir als ich in dem Alter war noch angedroht hat, dass er mich verprügelt, wenn ich schwanger heimkomme - und ich konnte mit diesem altklugen, supercoolen Mädel nix anfangen. Aber gut, wir werden es sehen, ab 22. März 2012 auch hier in good old Germany.

Geflopt ist Mittwoch eine der neuen Folgen von Lie to Me. Ich mag Tim Roth und seinen bösartigen Sarkasmus sehr. Man weiß zwar nie, ob man Cal Lightman nun lieben oder hassen soll, aber interessant und überraschend ist er immer. Umso mehr hat mich diese Folge geärgert. Da wollten die Drehbuchschreiber wohl bei Sir Arthur Conan Doyle abkupfern und haben das mehr schlecht als recht gemacht. In seinem ersten Sherlock Holmes-Abenteuer trifft der tollste (jaja, das ist meine Meinung) literarische Detektiv seit Poe's C. Auguste Dupin auf seine Nemesis: Irene Adler. Eine Frau, die ihm geistig ebenbürtig und dabei gewitzt genug ist, um ihm seine Anerkennung abzuringen. Wer will, kann da auch eine Art sexuelle Spannung rauslesen. Kann, muss aber nicht. Die Lie to Me- Schreiberlinge taten nun folgendes: Sie nahmen eine generisch-schöne Blonde und ließen Cal Lightman blind vor Begierde Blödsinn machen. Da das Blondchen und Tim Roth aber keinerlei on-screen-chemistry hatten, war das alles eher lächerlich und ich wußte nicht, ob das alles ein Witz sein sollte. Hallo? Wo ist der unnahbare Lightman geblieben? Da hilft auch der Twist am Ende nicht, dass er dem Irene-Ersatz ein Schnippchen geschlagen hat. Und Emily hat auch gefehlt *jammer ;)







Noch taufrisch sind drei Filme, da ich aber schon so viel Text produziert hab, dass ich froh sein kann, wenn einer bis hierher mitgelesen hat, fasse ich mich mal kurz:





Kaltes Land (Original North Country) lief letzten Sonntag im Fernsehen... Eher zufällig und weil wir von nem langen Spaziergang müde waren, blieben wir da hängen und wurden nicht enttäuscht. Schockierende Bilder von Diskriminierung und unerklärlichen Hass zwischen den Geschlechtern. Neben einer guten Charlize Theron möchte ich die wunderbare Frances McDormand hervorheben. Seit Miss Pettigrew Lives for a Day weiß ich, dass diese Frau ein fantastisches Händchen für Rollenauswahl hat. Die kann das einfach. <3

via iwatchstuff.com

Miss Potter war ein goldiger Film über die Kinderbuchautorin und Illustratorin Beatrix Potter. In England stehen ihre Bücher in jedem Kinderzimmer. In diesem Period film wird der Kitsch in Massen aufgefahren, aber irgendwie hat es gepasst. Renée Zellweger als Beatrix ist manchmal etwas seltsam übertrieben in ihrer Mimik und auch der Love Interest, Ewan McGregor, war schon mal weniger "komisch", was seine Gesichtsausdrücke angeht. Aber egal, die Bilder, die Tiere, die Art und Weise, wie Beatrix mit ihren "Kindern" Peter Rabbit, Jemima Puddle-duck und wie sie alle heißen, spricht. Süüüß. Außerdem singt Ewan McGregor mal wieder... hach. Ein Film für graue Sonntagnachmittage.

Der letzte noch taufrische Film ist The Other Woman (Original Love and Other Impossible Pursuits). Den möchte ich euch einfach nur ans Herz legen, denn Natalie Portman liefert da eine sehr subtile Rolle ab, die berührt. Zu diesem Film kommt bald noch eine gesonderte Review, denn er hat mich zu sehr bewegt, um ihn nur in ein paar Zeilen abzuhandeln. 

Danke fürs Lesen! 

Liebe Grüße

die Wombattante

1 Kommentar:

  1. Deine langen Texte sind nun auch nicht so lang. Ich hab schon schlimmeres gelesen. Denn du redest kein blah blah, sondern gibst uns interessante Einblicke. Wieder eine super Film Freitag.

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