Freitag, 14. Oktober 2011

Film-Freitag #7 To entertain on a plane...

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Nach wochenlanger Film-Freitag-Abstinenz bin ich nun wieder da... mit Zahnschmerzen. Na toll. Darunter leidet natürlich auch meine Konzentration, für eventuelle Tippfehler und Sinnlossätze entschuldige ich mich einfach schon mal im Voraus. Ich hoffe mal, dass kein Freud'scher Verschreiber ;) oder ähnliches dabei raus kommt.
Es war in einem wunderschönen kleinen Kino mit angehängtem Restaurant in New Orleans, in dem ich  die trailer zu meinen beiden Must-Sees der Woche sah: Like Crazy (klickst du hier) und  J. Edgar (trailer hier).

Like Crazy gefiel mir vor allem wegen einer: Felicity Jones. Ich kenne sie nur dank der grandiosen ITV-Verfilmung von Northanger Abbey, in der jedoch war sie so süß, quirlig und einfach passend, dass ich nicht nur mehr vom bisher besten Jane-Austen- leading man JJ Feild sondern auch von ihr sehen wollte. Die Geschichte klingt alltäglich, aber in ihrer Alltäglichkeit traurig und irgendwie (auch wenn ich das Wort eigentlich hasse) authentisch: Britin verliebt sich bei Auslandsaufenthalt in den Staaten in Amerikaner - schwupps da ist Anton Yelchin wieder (siehe Fierce People). Aus diesem Grund wohl, näheres wird im trailer nicht erläutert, bleibt sie länger als ihr Visum gültig ist und wird abgeschoben, natürlich mit angehängtem Wiedereinreiseverbot. Das bedeutet Trennung, Leid, Sehnsucht, Schmerz. Ein Reviewer hat den Film mit 500 Days of Summer verglichen, aber ich kann mir vorstellen, dass Like Crazy besser ist. Wo mir Summer am Ende zu formelhaft und unlogisch war (so mag das Leben ja sein, mir gefällt das trotzdem nicht), erhoffe ich mir hier... sagen wir mal... was besseres ;)

J. Edgar ist ein Film von Clint Eastwood. Allein das müsste als Begründung reichen. 

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Dazu kommt Leonardo DiCaprio... Nach Baz Luhrmann's Romeo and Juliet und Titanic hing sein Poster über meinem Bett, dann sah ich ihn in What's Eating Gilbert Grape - Offenbarung!! Er, Johnny Depp und Juliette Lewis spielten sich damals in mein Herz. Das Aussehen wurde mit den Jahren zweitrangig, das Können immer interessanter. So hat mich Inception letztes Jahr auch nicht überrascht. DiCaprio hat ein  ganz gutes Händchen für interessante Filme, auch wenn ich nicht immer mag, was er macht (Aviator, Gangs of New York, The Man in the Iron Mask). Genug der Schwafelei, J. Edgar Hoover ist eine wichtige Persönlichkeit in der Geschichte der USA. Und er scheint auch einige Leichen im Keller gehabt zu haben. We'll see. 

Gefloppt? Da wären wir bei dem Plane-Entertainment, während meiner zehnstündigen Reise nach Charlotte NC, nämlich Something Borrowed (dt. Fremd fischen). Wat für ein Stuss! Aber immer der Reihe nach: 

Supernettes Mädel (oh je Ginnifer Goodwin, du warst mal so vielversprechend) hat mit super"süßen" Typen studiert, sich aber nie getraut ihm zu sagen, dass sie ihn mag. Jahre später, supernettes Mädel ist 30, verlobt sich eben jener Typ mit ihrer besten Freundin. Buhu. In einem Anfall von "Ach, was ich dir schon immer mal sagen wollte..." erzählt sie ihm von ihren Gefühlen als beste Freundin (wieder mal grausam: Kate Hudson) schon besoffen im Bett liegt. Natürlich haben die zwei Sex. Hatte ich erwähnt, dass der Typ Tom Cruise sehr ähnlich sieht? Bäh.

Nun geht das Affärenvertuschen los, und das "ein Mann zwei Frauen-Szenario" kann sich jeder vorstellen: Er kann ja beide haben, also genießt er die Elternkompatibilität der einen (gemessen an sozialer Stellung) und die Verliebtheitsphase mit der anderen. Einzig und allein der beste, männliche Kumpel (Krasinski),der natürlich in das supernette Mädel verliebt ist (warum eigentlich? So toll ist die doch gar nicht) und null Chancen bei ihr hat, war mal echt überzeugend. John Krasinski, dich merk ich mir ;)

Heimlicher Held: Ethan (John Krasinski) via 
Generell wirkt der Film wie eine Fremdgehvermarktungsstrategie: Geh fremd, nimm dir, was du brauchst, scheiß auf die Gefühle der Anderen! Ein totaler Egotripmovie. Nichts für mich. NEXT!

Noch Taufrisch sind mehrere Filme: 

The Help, welchen ich in New Orleans endlich sehen durfte - herrlich!! Hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Toller Film! Auch wenn ich mir Schokokuchen jetzt immer erst mal genauer ansehe ;)

Soul Surfer - Durch Nick Vujicic (hier könnt ihr ihn euch ansehen: Butterfly Circus) wurde ich auf die Geschichte von Bethany Hamilton aufmerksam. Die Art und Weise wie Medien behinderte Menschen darstellen ist immernoch stark von Mitleid und Kampfansagen geprägt, selten werden Alltag und Menschen hinter der Behinderung gezeigt. Soul Surfer gelingt letzteres nur so halb, aber der Film macht Mut. Abgesehen vom Hollywoodzucker - ich sage nur Dennis Quaid und Helen Hunt als Über-Eltern - und dem zu starken Bezug zum Christentum fand ich den Film gut. 

Water for Elephants - Reese Witherspoon überzeugt mich nur als June Carter. Sorry. Ansonsten sieht man ihr das Schauspielern einfach an. Robert Pattinson begeistert mich auch nicht. Christoph Waltz' Charakter war zu unausgegoren, da hätte man mehr draus machen können. 
Irgendwie fand ich die Nebendarsteller in diesem Film viel sympathischer und interessanter als die Liebenden und den Bösen, allen voran natürlich die arme, gepeinigte Rosie. Ich kann bei Tierquälerszenen nicht zusehen. Kann ich nicht. Das tut mir mit weh. Die Story fand ich mittelmäßig. Aber das Buch dazu werd ich mir wohl demnächst mal ansehen.

Das war's erstmal für diese Woche. Schmerzen werden grad schlimmer deshalb nur ein 

Tschööö

bis bald

Wombattante

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