Freitag, 26. August 2011

Film-Freitag #3 Woohoooo!

Hach ja, wie schön, endlich wieder Film-Freitag! Diese Woche gabs jede Menge Filme, die ich angetestet oder ganz durch gesehen hab, noch mehr Trailer, die mich interessieren und einen Megaflop. Na dann man los, was?

Es gibt diese Woche nicht nur ein Must-See, sondern viele viele. Zwar ist in keinem der folgenden Filme einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler vertreten, aber interessant finde ich sie trotzdem:

Da wäre da One Day, der von Plot und Stil her sehr interessant klingt, denn es wird immer nur ein Tag (repräsentativ für das ganze Jahr) im Leben zweier Schulfreunde, Anne Hathaway und Jim Sturgess, gezeigt. Der Trailer ist nett, wenn auch klischeebeladen... oder was meint ihr?

In die Kategorie "Filme über Krebs" zu denen auch Third Star, immernoch mein kleines Highlight auf das ich kaum warten kann, zählte, gehören gleich zwei Filme:

Zum einen Restless, welcher skurrile Charaktere und Magical Realism vereint und zusätzlich mit der total knuffigen Mia Wasikowska (Alice!!) aufwartet. Ich mag die Idee mit dem Kamikazeflieger... und die Geschichte erinnert mich an den Stil von Haruki Murakami. Den liebe ich.

Zum anderen 50/50. Joseph Gordon-Levitt spielt einen Krebskranken, Seth Rogen seinen besten Freund. Gemeinsam versuchen sie diese Situation zu meistern. Gordon-Levitt mochte ich damals in 10 Dinge die ich an dir hasse absolut nicht - zu glatt, neben Heath Ledger zu blass. Dann kamen 500 Days of Summer, da war er knuffig, auch wenn ihn Zooey Deschanel meiner Meinung nach an die Wand gespielt hat, und Inception, mhm da lässt mich die Erinnerung im Stich, war er toll da drin? Ich nehme an, es ist an der Zeit ihm noch eine Chance zu geben.
Seth Rogen hingegen fand ich in Knocked Up (deutsch Beim ersten Mal) grandios, sooo sympathisch und chaotisch und hach ja. Den mag ich und der hat schon im Trailer wieder herrlich trottelige Szenen :)
Straw Dogs - Wer Gewalt sät spielt im Deep South und hat daher schon mal einen riesen Bonus, denn die Südstaaten sind in knapp einem Monat mein Reiseziel. James Marsden does not float my boat muss ich mal so sagen, hat er noch nie, und auch Kate Bosworth finde ich überbewertet. Aber ich würde schon gern wissen, ob die Gewalt der bösen Südstaatler berechtigt ist, oder ob man mal wieder auf Inzest, Hillbillie oder ähnliche Stereotypen zurückgegriffen wird. Was kann der aalglatte Marsden denn angestellt haben, dass die so ausrasten? Mhm. Ach so, es ist übrigens ein Remake... der Originalfilm kam 1971 in die Kinos. Darin ging es um einen Amerikaner, der mit seiner britischen Frau nach England zog und von den Engländern ebenfalls nicht gerade mit Kusshand aufgenommen wurde. Interessanter Wechsel im Remake, oder? Jetzt möchte ich das Original auch sehen :/

Unmengen, oder? Na mal sehen wann ich es schaffe die Liste abzuarbeiten.

Geflopt, aber sowas von Geflopt ist folgendes Machwerk, Cold Creek Manor. Noch während der ersten zehn Minuten hab ich angefangen zu tippen, hier meine Ergüsse:
Schon der Anfang ist so furchtbar formelhaft, ähnlich wie der Anfang von Half Light, nur schlimmer. Man kann sogar ein wenig Cultural Studies einbringen, denn Schuld an der (sicherlich negativen) Veränderung und dem allgemeinen Unglück ist doch tatsächlich die berufstätige, erfolgreiche Mutter. Der Papa ist toll, arbeitet und versorgt noch die Kinder (inklusive so sinniger Sprüche wie „SEATBELTS“ und „Take you brother’s hand…“ der Junge ist mindestens 8 und macht sowas sicher nicht mit, vor allem nicht da seine ältere Schwester ein Teenie ist). Halleluja. Momism 2.0.
Worum geht’s? Um eine Familie, die in ein altes Haus „auf dem Land“ zieht um dem Großstadtdschungel zu entfliehen. Das Haus ist ausstaffiert mit Bildern von Priestern, die Kinder missbrauchen und Werkzeugen, die weniger nach farming und mehr nach Folter aussehen. Alles ist so hinterlassen, als ob die vorherigen Besitzer einfach innerhalb von fünf Minuten fliehen mussten und nur das Nötigste mitnehmen durften. Klamotten hängen noch im Schrank. Betten sind bezogen und ungemacht. Ähm ja. Würde ich auch so kaufen.
Natürlich verbirgt sich hinter all dem ein gar schröckliches Geheimnis. Irgendwas mit Hämmern ;) und Kindern mit Waffen. Yeah, Hillbillie-Stereotypen sind natürlich auch drin… Inzest, Kindesmissbrauch, ausufernde Dummheit. Dazu furchtbare Dialoge und hölzerne Schauspieler, die da wären: Dennis Quaid, Sharon „Permanent-Lippenstift gibt mir den verruchten Look und ich muss gar nicht mehr schauspielern“ Stone und Kristen „Bella kann nur einen Blick – den einer Hohlbirne“ Stewart. Letzteres ist böse, da ich Stewart in mindestens einem Film ( Speak, gucken!!!) sehr sehr mochte, aber irgendwie hat sie den guten Eindruck damals nicht vertieft.
Haha, da schleicht sich einfach ein stereotyp-ekliger Typ ins Haus und keiner findet das komisch, sondern man lädt ihn auch noch zum Essen ein?? Woah, es wird immer besser. Wenn Kristen Stewart den Bruchteil eines alten Schildes mit der Aufschrift „EVIL“ findet ist das ja auch nur ein Wink mit dem Zaun… Boah, und Dennis Quaid filmt auch noch einen Mann, der bettlägerig und offensichtlich dement ist. Sowas geht gar nicht, total unethisch. Am liebsten würde ich abschalten... Hab ich dann auch, zumindest hab ich den Film nur noch nebenher laufen lassen. Absolute Entfehlung, der geht gar nicht!

Kommen wir zur letzten Kategorie: Noch taufrisch ist Gosford Park. Da das TV gestern wieder nur entsetzliche Langeweile präsentierte, habe ich meinem Freund einige meiner alten Filmschätze vorgeschlagen. Seine Wahl fiel auf Gosford Park. Die ist nicht nur der Titel des Films sondern auch der Name des Landsitzes auf dem sich allerhand vornehme, englische Gesellschaft zur alljährlichen Jagd trifft. Einblicke in das Leben dieser Snobs werden ebenso gegeben, wie in das der zahlreichen Dienerschaft. Und das ist meiner Meinung nach großartig. Upstairs und downstairs-portrayal in Reinform. Dazu noch eine lange lange Liste von ebenso tollen britischen Schauspielern (die Amerikaner sind nicht so toll, allen voran Ryan Phillippe)... Michael Gambon, Maggie Smith, Helen Mirren, Jeremy Northam, Kelly MacDonald, Emily Watson, Stephen Fry...!! Der Wahnsinn. Und während mein Schatz nach ungefähr einer Stunde Intrigen und Bosheit sanft schlummerte, genoss ich immernoch die Perfidität und die seltsame, altmodische Atmosphäre dieses einzigartigen Films.
Das war's jetz aber auch endlich. Auf ein schönes Wochenende!!

WT

1 Kommentar:

  1. Ich stimme deiner Filmwahl 100% zu. Leider werde ich 90% davon alleine schauen müssen, denn meinen Mann insteressieren solche Filme nicht.
    Ich muß allerdings Dennis Quaid ist einfach kein Thriller/Horror/Grusel Schauspieler. Der ist viel besser in Komödien, Drama, Misch-Filme. Zum Beispiel Soulsurfer (mußt du gucken) war er gut.
    Sharon Stone...ich find die überbewertet, im allgemeinen und besonderen.
    Gosfort Park sah witzig aus. Ich mag Stephen Fry auch, der spielt in Bones mit und ist dort sehr witztig.

    Danke für deine Film-Freitag Reviews, bringt etwas Farbe ins Spiel. Abwechslung tut ja bekanntlich gut.

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