Dienstag, 21. Juni 2011

Distraction...

Die schon wieder... Dank Schmerzen bin ich momentan auf dem Ablenkungstripp. Essen fällt zum großen Teil weg, auf Schminken hab ich erst recht keinen Bock (vor allem angesichts der Hamsterbacke und der Schmerzen) und auf Unikram kann ich mich nicht so richtig konzentrieren.

Was bleibt sind Bücher und Filme.
Seit meiner Weisheitszahn-OP im Januar lese ich immer mal wieder in Die Säulen der Erde rum. Ich hab das Buch schon mit 18 in England gelesen und fand es damals echt toll. Da das aber schon acht Jahre her ist und ich mir die Miniserie vom letzten Jahr nicht ohne Vorwissen antun wollte, habe ich mit dem Gedanken gespielt, mich wieder durch diesen tausendseitigen Wälzer zu schmökern... Die Schmerzen und die Betäubung im Januar taten ihr übriges. Und nun hab ich, immer wenn die Zahnschmerzen bohrten, ich mich aber noch auf was anderes konzentrieren konnte, ein Stück darin gelesen. Fazit: Streckenweise zu lang, teilweise echt gut. Meine Lieblingsstelle ist immernoch der Prolog, so dicht, so viele Fragen aufwerfend, so tragisch - total mein Ding. Ich erwische mich oft beim zurückblättern und nochmal lesen. Schade, dass es so viele verschiedene Handlungsstränge gibt... und so viele nur gute oder ausschließlich böse Charaktere. Das hätte man vielschichtiger gestalten können, aber gut, ich werd's trotzdem zu Ende lesen. Außerdem warten noch The Virgin Suicides von Jeffrey Eugenides, La Maravilla (für die Uni) und Beloved von Toni Morrison auf mich... von zahlreichen Unitexten mal abgesehen.

Filme können im Moment meine Aufmerksamkeit nicht so richtig fesseln. Ich verliere schnell das Interesse und gucke die meisten noch nicht mal bis zur Hälfte. Ist wohl noch zu anstrengend. Aber einen Film hab ich gestern Abend doch bis zum bitteren ;) Ende verfolgt: Die gläserne Puppe (OT Child of Glass). Dazu werde ich demnächst noch eine gesonderte Review schreiben.

Habt ihr Säulen der Erde gelesen oder die Miniserie gesehen? Wie fandet ihr's? Kann sich noch jemand an
Die gläserne Puppe erinnern? Ich weiß noch genau, dass ich den Film mit meiner Mum gesehen hab. Wir beide waren damals total begeistert vom Südstaatenflair.

Liebe Grüße

WT

Zähne zeigen...


Um mich war es in letzter Zeit sehr still... das lag zum einen an jeder Menge Uni- und Sozial(Familienfeier)stress und zum anderen an der Tatsache, dass ich wieder einmal mit meinen Zähnen zu kämpfen hatte. Das geht schon seit Ende Dezember 2010 so und mir wurde im Laufe der letzten sechs Monate nicht nur ein Weisheitszahn (wie sich im März rausstellte umsonst und vollkommen unnötig) gezogen, sondern ich hatte auch um die vier Wurzelbehandlungen und jede Menge Schmerzen.

So auch am vergangenen Wochenende. Es war so schlimm, dass ich den Besuch bei meinem Zahnarzt, den ich seit 20 Jahren kenne und eigentlich sehr mag, nicht mehr abwarten konnte, da er gut 3 Stunden Zugfahrt entfernt ist, und hier zu nem Zahndoktor gegangen bin. Diese hat mir eröffnet, dass es absolut keine Hoffnung gibt. Schon vorm Röntgen. Mit dem Röntgenbild wurde auch das Ausmaß der ganzen Sache klar: Mein seit meiner Kindheit geliebter Dr. K. hat so ungefähr alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Der Zahn war nicht mehr zu retten. Ich erspare euch hier mal die darauffolgenden Szenen, da sie doch recht viele Gemeinsamkeiten mit mittelalterlichen Foltermethoden hatten... Fakt ist, ich habe noch niemals in meinem Leben solche Schmerzen und solche Panik in einer Arztpraxis gehabt. Langsam versteh ich, warum Zahnärzte anderen Menschen Angst machen.

Immerhin ist jetzt wohl ein Ende des Leidens in Sicht. Nach mehr als 6 Monaten Schmerzen. Na wenigstens was. Darauf eine Ibuprofen und einen Kühlakku an die Hamsterbacke!

LG,
WT